Archive for the 'El sonido de las Caricias' Category

Nach dem Besuch von „El Sonido de las Caricias“

Ich habe nun in den letzten Tagen die Vorstellung besucht und war wieder ….
B E G E I S T E R T !!!!!
Im entzückenden, kleinen Programmheft zur Tournee fand ich einen Dank an Pina Bausch für die Inspiration der Arbeit zu „Caricias“. Diese Information hat zunächst zwar keinen Überraschungswert, aber jetzt ist es ein Reiz, mal die Brücke zwischen der großen Tanztheaterfrau und „Caricias“ zu finden und daraus einen Text zu formulieren. Ich bin gespannt.

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Tourtermine El Sonido de las Caricias

Aufgrund der zahlreichen Suchanfragen kopiere ich mal die Termine in diesen Blog hinein, wie sie auch an verschiedenen Stellen im Netz zu finden sind, ohne Anspruch auf Richtigkeit natürlich. Erkundigt euch bei Interesse nochmal bei den örtlichen Veranstaltern.

Halle (Saale) | Fr 18. März 2011
Tanzstudio Bella Soso, Universitätsring 6/6a
19:30 Uhr
Kontakt: post@bellasoso.com
Tel: (+49) 345 5323330 / (+49) 171 499 1901

Hannover | Sa/So 19. / 20. März 2011
Kulturzentrum Pavillon, Lister Meile 4
20:00 Uhr.
Kontakt: (+49) 0511 23 55 55 0
http://www.pavillon-hannover.de
Milonga: http://www.tango-an-der-leine.de

Augsburg | Mo 21. März 2011
Abraxas, Sommestraße 30
20:00 Uhr
Kontakt: (+49) 0821 324 6355
Milonga: 21:30 Abraxas
http://www.tangotanztheater.de

Paris | Do 24. März 2011
Le passage vers les etóiles, 17 Cité Joly
20:00 hs
Kontakt: florencia.garcia@libertysurf.fr
http://www.colectivo-tango.com/spip.php?article82

Milonga: El colectivo, 46 Rue des Rigoles,
75020 Paris

Uster | Sa 26. März 2011
Qbus, Braschlergasse 10
20:30 Uhr
Kontakt: pampatango@gmx.ch
facebook.com/tangotageuster2011

München | Son, 27. März 2011
Leo17, Leopoldstrasse 17
20.00 Uhr
Kontakt: Anna Fiore 0170 / 967 30 30
af@annafiore.org

Freiburg | Di, 29. März 2011
E-Werk, Eschholzstr 77
20:00 Uhr.
Kontakt: http://www.ewerk-freiburg.de

St. Gallen | Do, 31. März 2011
Lokremise, Grünaustrasse 7
19:30 Uhr (Türöffnung)
Kontakt: tangotanz@gmx.ch
http://www.lokremise.ch

Tango und Tanztheater – ein Zusammenspiel auf der Bühne

Nun, grundsätzlich sehe ich den Bühnentango als etwas anderes an, als den Salontango. Den meisten dürfte das klar sein. Anstrengend wird’s, wenn der Bühnentango, oder das was Lehrer/Tänzer davon verstehen, auf die Salonpiste transferiert wird. Über die Missverständnisse und deren Folgen wird an vielen Stellen im Netz und auf Papier geschrieben.
Kambras
Das Stück „El Sonido de las Caricias“ ist ein Bühnenstück, das in einem Tangosalon, auf einer Milonga spielt. Da hat der Salontango seinen Platz. Schmucke Figuren für’s Auge, ich verspreche, da wird was geboten. Klassischer und anderer Tango. Für Momente. Und das Tanztheater hat auch seinen Platz in diesem Stück. Auch ein Text. Und ein Lied. Und…. Das Stück zeigt eine Entwicklung des Geschehens auf einer Milonga, und was an Performance geschieht geht mit dieser Entwicklung mit.

In einem der Ankündigungstexte heißt es: „Im Mikrokosmos (eines Tangolokals) aus Regeln, Sozialstrukturen und einem ganz eigenen Verständnis der Rollen von Mann und Frau entwickeln sich berührende Momente zwischen den Tänzern, die sich bei allen Einflüssen von Elementen des zeitgenössischen Tanzes oder des Schauspiels immer der Wurzeln des Tangos bewusst sind.“ (Tangoprojekt.com)
Der Tango als ein eigenes gemeinschafltiches Gefüge und Geflecht, wie es so nur im Salonleben (und drumherum) auftritt. Das ist sicher der interessanteste Aspekt, den ich als Salontangotänzer in diesem Stück gesehen habe. Ich habe in manchen Szenen bekannte Situationen aus meinem Tänzerleben wieder entdeckt – und mit Vergnügen gesehen, wie diese Ideen umgesetzt werden.

Das geht natürlich über die Aussage „Tango ist ein sozialer Tanz“ heraus, die vor ein paar Jahren unter Tangowahrheitsverfechter ihre Runde gemacht haben. In diesem Stück habe ich die Begründung für diesen Satz gefunden, den ich von Verfechtern besagten Satzes nie gehört habe.

Links zu dem Stück und der Tournee

Homepage der Tanzcompanie Kambras
Bei Tango-de auf Yahoo
Ebenso bei Facebook

Wieder da: El Sonido de las Caricias – Ein Tanztheater rund um den Tango

Hoch erfreut habe ich in diesen Tagen festgestellt, dass mein liebstes Tangobühnenstück wieder im Lande ist: El Sonido de las Caricias (Der Klang der Zärtlichkeit), das mich letztes Jahr so begeistert hat und zu einigen Blogbeiträgen führte. Das soll auch jetzt (möglicherweise) zu weiteren Beiträgen führen.

Alle Beiträge zu El Sonido de las Caricias, die ich bis jetzt geschrieben habe.

Es gibt ein paar schöne Filme dieser Gruppe, die aktuellsten beziehen sich auf die anstehende Europatournee. Ich kann nur sagen: Schaut sie euch an (und geht in die Vorstellung!)

Ein „making of“ dieses Films findet sich bei Facebook (auch ohne Anmeldung/Namenseingabe sichtbar).

Der offizielle Link: El Sonido de las Caricias mit allen Tourdaten und einem Link zu Facebook (den man ohne Einloggen ansehen kann)

El Sonido de las Caricias – mein Rückblick

Rückblickend möchte ich noch einmal ein paar Gedanken zu „El SDLC“ aufschreiben. Ich beziehe mich dabei auf die Vorstellung im Stuttgart Ocho. Die Energien, mit denen gespielt wurde, haben mich stark beeindruckt, einzelne Szenen haben sich in meinem Kopf festgesetzt.
Der Rahmen: Zwei Tanzpaare, zwei Schauspieler, eine Bühne mit ein paar Stühlen, Tischen, einem Ventilator, einer Bank ohne Rückenlehne. Tonmeister, Beleuchter. Regisseur.

[Foto: Andreas Lange]

Choreografisch gab es viele Einflüsse. Zunächst mal klassischer Tangoshowtanz, bei dem all die –adas und –odas nur so herumflogen. Dann waren da mal Elemente aus dem modernen Ausdruckstanz (Wigman) zu sehen, mal entdeckte ich Showelemente von Gonzalo& Solanges früheren Shows wieder. Showtänze wurden angedeutet und dann persifliert, mal wurde ganz normal Salon getanzt, mal tanzten die vier Tänzer gemeinsam in fliegendem Partnerwechsel. Vertraute Einstiege, Auflösung der Form, Verwirrung. Ein Glanzpunkt: der letzte Tanz, nein, kein Tango: Endgültig zeitgenössisches Tanztheater – oder nenne es Modern Dance -, ein Paar mit einer Bank als Objekt. Ich ließ mich soweit mitreißen, dass ich mich über den Applaus des Publikums täuschen ließ: Ein Teil davon wurde vom Tonmeister eingespielt, während der Verblichene dies zum Anlass nahm auf einen fragilen Gipfel zu klettern um den Applaus für sich einzustreichen. Täuschende Magie, so einfach eingefädelt, aber vorbereitet durch die Bannung der Sinne auf der Bühne. Da könnte der Tango sich vielleicht einmal hinbewegen.

Große Gesten – ganz klein gespielt, und Kleines – ganz groß. Da war die Tanguera, die beim Hineinschreiten durch die Tür sich einen Tanguero in einem Bruchteil von Sekunde angelte, bevor dieser auch nur eine Chance zum „Cabeceo“ oder was auch immer hatte. Selbiger wurde wiederum recht heftig angewandt – im Ventilatorflug (oder war es eine heiße Motorradfahrt?) von Rodrigo zu „Tango in Harlem“. Diese Cabeceos aus dem Fahrtwind heraus waren wohl eher ein Versprechen für irgendwann einmal.
– – – – – – – – – – – –
Während die Tänzer Tänzer sind und solche auch spielten, repräsentierten die beiden Schauspieler Theaterfiguren des Tango. Diego Maurino war der Verblichene, die Verbindung zu einem wann auch immer gewesenen „früher“. In adjektivischen Wortkaskaden lallt er immer wieder besoffen seinen Frust heraus – das wiederum so geradlinig, wie man gar nicht besoffen sein kann. Sein Lied über das Schlechte („Mala“) ergreift mit seiner Wortkomik. Überzeichnung und Karrikatur sind Elemente, die während des Abends immer wieder vorkommen. Er macht darauf aufmerksam: Ohne ihn, die Vergangenheit, wie auch immer sie jetzt da steht, gäbe es ihn nicht, den Tango.

Rodrigo

Bei der Probe: Malena und Rodrigo

[Foto: jomeyer]


Malena Medici erinnerte mich stellenweise stark an Facetten der Carmen. Die Verruchte, Verführerische, Kalte, Hitzige, Lockende, Herausfordernde, sich Verirrende. Sie kommt von vorne, hinten, unten, oben, links, rechts – in meiner Erinnerung lassen sich weder der Verblichene noch die Tanzenden von ihr beeindrucken. Am liebsten würden sie alle sie ausblenden, negieren, sie schaffen es nicht – und ohne sie wäre all ihr Tango nichts. Sie ist das Unausgesprochene im Tango, ohne dem dieser nur Motorik mit vielleicht netten Empfindungen wäre.
Die beiden verkörperten das Subtile zwischen den Schritten, das in den Herzen oder wo auch sonst irgendwie festklebt. Selbst wenn sie im Dunkeln agieren und die Scheinwerfer sie zu vergessen scheinen, sie machen wohl jedem Zuschauer deutlich: Tango ist mehr als Schritte und Technik.
Zärtlichkeit, die beim achtsamen Hinhören auf den Klang zum Tragen kommt und sich zu einer eigenen Kraft entwickelt.
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In einem etwa 2 Jahre alten Interview sagt Gonzalo etwas, das ich gerne als Inspiration für die Milonga gerne mitnehme:
One important element is the mark, it determines a lot, one guides their partner and the partner creativily responds by doing a series of movements all based on that mark. What we look for is that the mark always be present in our dancing, that the movement be called upon, asked for, and from that point on is where we begin to break apart the movements.
Alle Beiträge zu CETA und El Sonido de las Caricias.


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