Es wird viel geschrieben über den Tango

Über Tango zu schreiben, das hat durchaus seinen Reiz. Ich für mich würde sagen, der Antrieb zu schreiben kommt von dem Wunsch, durch Sprache das Nichtsprachliche noch einmal neu verstehbar zu machen. Zu entdecken, wieviel lässt sich versprachlichen, um dann zu sehen, was im Nichtsprachlichen bleibt. Und wenn dann ein wenig Erkenntnis übrigbleibt, nun, warum nicht.

Der Tango bietet sich natürlich hervorragend an, Musik und Tanz sind nunmal komplett nichtsprachlich, und drängen nach sprachlicher Reflexion. Den einen mehr, den anderen weniger, meist im Gespräch, gerne als Monolog (leider), und manche schreiben eben auch. Bekannt sind Blogs (wie dieser hier, es gibt nicht all zu viele in deutscher Sprache) oder Beiträge in Tangoforen. Natürlich kann kein Mensch die Menge der besonders englischsprachigen Blogs, von den schwedischen ganz zu schweigen, verarbeiten, aber ich werfe immer wieder gerne einen gelegentlichen Blick in den ein oder anderen Beitrag anderer Tangoschreiber. Mit der Zeit wird man dann auch mit den jeweiligen Schreibstilen vertraut, die zum Teil wirklich sehr unterschiedlich sind und so wird man bei dem ein oder anderen eben zum häufigeren Hinklicker.

Ich möchte hier gerne auf schreibende Kollegen aufmerksam machen, die ich eher per Zufall entdeckt habe und auch sonst in meinem Wahrnehmungskreis nirgends groß in Erscheinung treten. Anlass zu diesem Beitrag sind zwei schöne englischsprachige Blogs, die mir in den letzten Tagen begegnet sind.
http://tangoaddiction.wordpress.com

http://borastangojourney.com

Beide machen sich einfach ihre Gedanken zu ihren Erfahrungen bzw. Tangoweisheiten. In dem Zusammenhang gefallen mir z.B. die Tangomythen von Bora.
Ganz direkt zum Thema Tango Lernen gibt es Malevas Seite mit Anfragen und antworten, z.B. „Liebe Maleva, ich bin 18 Jahre alt. Bin ich zu jung um Tango zu tanzen?“, auch einen schönen Beitrag von Ney Melo über Etiquette. Beides kann man natürlich auch kräftig diskutieren, was ist notwendig, was ist zeitgemäße Folklore, etc.

Manchmal erhalte ich recht ansehnliche newsletter von Menschen, die gerne schreiben oder „nebenbei“ ihre Veranstaltungen bewerben. So finde ich im Newsletter von Tango am Bodensee immer wieder nette Beiträge über den Tango als solchen, über das Tangolernen, bzw. was man nicht lernen kann oder auch über das männliche Knie. Ein Archiv gibt es leider nicht.

Peter Ripota hat nicht nur ein Tangobuch geschrieben, das er in Auszügen auf seiner Homepage vorstellt, seine newsletter touchieren gelegentlich Tango und Tanzen. Warum Männer nicht tanzen
(können, wollen, dürfen, sollen, müssen) findet sich noch im Archiv, leider nicht (mehr) der Beitrag mit dem anreizenden Titel Vom Sinn und Unsinn der Tandas, Cortinas etc. Dafür muss man wohl die Zeitschrift „el tango“ besorgen.

Und einfach immer wieder schön ist die Auswahl an Musiken, Filmchen, Glossen von Caren, 42.
Übrigens: Ob Blogger oder Newsletter-Autor: Alle hören und lesen gerne ein kleines Feedback zu ihren Beiträgen. Ob das ein kleine Nettigkeit ist oder viel lieber eine inhaltliche Beschäftigung.

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5 Responses to “Es wird viel geschrieben über den Tango”


  1. 1 terpsichoral Juli 11, 2011 um 09:52

    ich Danke Dir fuer die Empfehlung meines Blogs! Liebe Gruesse und Tangoumarmungen

    wuenscht Dir

    Terpsichoral

  2. 3 cassiel Juli 11, 2011 um 11:59

    … und ich danke Dir für die Nicht-Empfehlung meines Blogs… :-)))
    [kleiner Scherz am Rande]

    Lieber Kollege Tangosohle,

    Du willst inhaltliche Beschäftigung? Dann ist hoffentlich die höfliche Frage erlaubt, mit welchem Inhalt man sich hier als Kommentierender beschäftigen soll. Dein Engagement für El sonido de las caricias in allen Ehren, aber ich würde mir (und allen anderen Tangotanzenden) neue Inhalte wünschen.

    Die beiden empfohlenen Blogs lese ich auch sehr gerne und Caren vom Blog 42 gehört wohl zum Urgestein der Blog-Landschaft (da sind wir zwei Küken im Vergleich). Mir wäre es einmal wichtig, über die Frage zu debattieren, warum man über den Tango, der eigentlich eine emotionale Erfahrung ist, zu schreiben. Das Schreiben an sich ist ja ein höchst rationale Tätigkeit.

    Natürlich beeinflussen sich die direkte emotionale Erfahrung und die intellektuelle (bzw. rationale) Tätigkeit gegenseitig. Aber wie genau?

    Ich wünsche Dir weiterhin alles Gute!

    Einstweilen viele Grüße

    c.

    • 4 tangosohle Juli 13, 2011 um 08:33

      Oh, auf diesen ersten Satz habe ich ja gewartet, aber dass er von dir kommt…. 😉
      Wie gesagt, es sind Zufalls- und Neuentdeckungen, die ich hier erwähne (und völlig unvollständig sind).

      Vielen Dank für deine Anregung und Frage, ich bin gespannt, ob sie jemand (oder ich) einmal beantworten kann.
      T.


  1. 1 blogs Deutschland Trackback zu August 29, 2012 um 10:04

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