Warum auch immer ich diese Begriffe zusammen bringe, merkwürdig genug mag es klingen: Dom, Tango, Haut.
Ein schönes Erlebnis, das ich hier gerne teile.

Ich war in einer fremden Stadt und besuchte die berühmteste Kirche der Stadt. Die mal Dom, mal Münster und südlich der Alpen auch schon mal Kathedrale heißt. Diese hier angeblich im Barockstil gebaut, doch die Wirkung auf mich ist bei gotischen oder romanischen Bauten ähnlich, solange die Architektur das Hauptmerkmal ist. Da nehme ich häufig die Gewölbe, Säulen, Streben, Mauern und Fenster wie eine weitere Haut von mir wahr. Manchmal mehr, manchmal weniger, es hat immerhin etwas Großes. Nun, ein Orgelkonzert stand hier auf dem Programm, danach eine Milonga ein paar Bushaltestellen weiter. Die Töne krochen unter meine erwähnte erweiterte Haut und zogen mich mal hierhin, mal dorthin. Manch gefestigte Strebe und Säule verband sich mit mir. Gelegentlich meinte ich mich an ein Gedicht von Hermann Hesse über den Klang von Musik zu erinnern, jedoch nicht an den Titel, das mir eine Spur zu wortgewaltig vorkam.
Kurzum: Das Orgelkonzert im Sakralbau füllte meinen Körper auf und so betrat ich kurze Zeit darauf den Tanzsaal.
Ein schöner Tanzabend mit einer neuen und spannende Erfahrung schloß sich an.
Archiv der Kategorie 'Orte'
Der Klang in den Streben
Veröffentlicht Juli 2, 2010 Ein Freitagswurf , Orte Hinterlasse einen KommentarSchlagworte: Musikwahrnehmung
Ein besonderer Ort
Veröffentlicht Juni 4, 2010 Ein Freitagswurf , Orte 1 KommentarSchlagworte: Historisch


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